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13.03.2017, 12:18 Uhr
Lehrermangel auch an Schulen im Landkreis Rotenburg – Grundlage guter Bildung in Gefahr
Rotenburg. Die CDU-Landtagsabgeordnete Mechthild Ross-Luttmann wirft der rot-grünen Landesregierung vor, nichts gegen die sinkende Unterrichtsversorgung zu unternehmen. Wie eine Anfrage der Abgeordneten jetzt ergeben hat, herrscht im laufenden Schuljahr an vielen Schulen im Rotenburg Lehrermangel.

So beträgt der Wert für die Unterrichtsversorgung an den Oberschulen in Bothel und Scheeßel 93,2%, am Gymnasium Sottrum 92,9%, an der Realschule Rotenburg 91,6% und an der Oberschule Lauenbrück sogar nur 86,5%. Die IGS Rotenburg liegt hingegen bei 100% Unterrichtsversorgung, das Gymnasium Rotenburg bei 105%.
Werte unter 100 Prozent, erklärt Mechthild Ross-Luttmann, würden darauf hinweisen, dass Unterricht ausfällt, weil Schulen den Lehrermangel nicht ausgleichen könnten. Besonders Grundschulen seien auf noch höhere Werte angewiesen, um eine durchgehende Bildung und Betreuung über den gesamten Vormittag gewährleisten zu können.

„Kultusministerin Heiligenstadt (SPD) bekommt den Lehrermangel nicht in den Griff. Vielerorts gibt es große Lücken im Pflichtunterricht, weil die Ministerin in der Vergangenheit zu wenige Lehrkräfte eingestellt hat. Das ist insbesondere angesichts der vergleichsweise guten Haushaltslage des Landes erschreckend.
Innerhalb von vier Jahren unter Rot-Grün ist die landesweite durchschnittliche Unterrichtsversorgung in Niedersachsen von 102,0 auf nur noch 98,9 Prozent gesunken. Das ist der schlechteste Wert seit 15 Jahren“, sagt Ross-Luttmann. Die CDU-Landtagsfraktion geht davon aus, dass im laufenden Schuljahr an den allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen rund 600.000 Schulstunden nicht erteilt werden können, weil Lehrer fehlen.

Alle konstruktiven Vorschläge der CDU-Landtagsfraktion, wie zum Beispiel eine langfristige Imagekampagne für den Lehrerberuf oder eine kurzfristig umsetzbare „Dorfschulprämie“ für Grundschulleitungen im ländlichen Raum, habe Rot-Grün in den letzten Jahren abgelehnt, so Ross-Luttmann.

Die CDU-Landtagsfraktion nimmt auch die Auswirkungen des Lehrermangels auf die berufliche Bildung in den Fokus. Wie die Abgeordnete Ross-Luttmann mitteilt, wird sie auch die Situation an den einzelnen berufsbildenden Schulen (BBS) genau abfragen und die Daten dann öffentlich machen. Der vom Kultusministerium mitgeteilte landesweite Durchschnittswert für November 2016 liegt bei lediglich 88,1 Prozent. „Das ist ein historischer Tiefstand. Dies zeigt, dass es SPD und Grünen offenbar egal ist, was aus dem Fachkräftenachwuchs in unserem Bundesland wird. Die Grundlage guter Bildung ist in Gefahr, wenn massenhaft Unterricht ausfällt“, sagt Ross-Luttmann.

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